Die Wirtschaft ist heutzutage schnelllebiger denn je. Innovationen, technologischer Fortschritt und die Industrie 4.0 sind in aller Munde. Auch Führungskräfte haben erkannt, dass man sich, um am Markt weiter bestehen zu können, täglich fragen muss, wie das Unternehmen in der Zukunft aussehen sollte, um am Markt erfolgreich bestehen zu können.
Change ist en vogue. Das Wissen zum Thema Change Management hat in den vergangenen Jahren stark zugenommen. So recherchiert Google Scholar bei diesem Begriff rund 4,5 Mio. Treffer und bei Amazon sind über 35.000 Bücher zu diesem Thema auffindbar. Das theoretische Wissen ist also da. Umso erstaunlicher ist das Ergebnis diverser Studien, dass zwischen 60 und 70 Prozent aller Change-Bemühungen scheitern.

Natürlich können und sollen die in der Theorie vorhandenen Change-Modelle der bekanntesten Autoren wie Lewin, Kotter und Co. kritisch hinterfragt werden. Ich verfolge jedoch noch einen weiteren Ansatz. Den Managern wird das theoretische Wissen fast in Perfektion vermittelt. Doch die Fähigkeiten, dass diese Manager das erworbene Wissen auch tatsächlich in die Praxis umsetzen können, wird zu wenig geschärft. Manager sind es häufig nicht gewohnt, Veränderungen tatsächlich selbst auch umzusetzen. Nicht selten werden externe Berater ins Haus geholt die den Change-Prozess in einem vorgegebenen Zeithorizont umsetzen sollen. Und genau da fängt das Problem an. Change Management ist in den wenigsten Fällen delegierbar. Die Veränderung muss als ein fester Bestandteil in der Vision sowie der Strategie des Unternehmens verankert sein. Es ist sogar noch darüber hinaus zu gehen. Die Unternehmensleitung soll die Möglichkeiten schaffen, dass sich eine Unternehmenskultur dorthin entwickeln kann, wo Veränderung als etwas Selbstverständliches empfunden wird.

Change-Prozesse sind also in den meisten Fällen nicht einfach zu delegieren. Change Management muss in den Alltag von Führungspersönlichkeiten implementiert werden, die Umsetzungsmöglichkeiten und die dafür benötigten Instrumentarien sind zu erlernen und einzusetzen.

Dominic Bannholzer

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Im Zusammenhang mit der Ausbildung zum MBA hat Dominic Bannholzer bei diversen Forschungsarbeiten erstmals Berührung mit Strategischem Management bekommen. Seine Begeisterung dafür ist die Hauptmotivation für diese Internetpräsenz.
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